Jena Jubilee Singers
USA Revival Party

von Yvonne Bruckauf

Es ist schon ein merkwürdiges Ding. Mehr als ein halbes Jahr nach der grandiosen Tour durch die Vereinigten Staaten hat dieser Chor immer noch Lust, sich daran zu erinnern. Die gehörige Zeitspanne haben manche - so auch ich - damit verbracht, Fotoalben zu gestalten, andere haben sich einfach wieder dem deutschen Leben zugewandt. Während das Bemühen um Erinnerung in anderen Sozialverbänden möglicherweise eine nette Kaffeerunde mit Fotoalbenblättern hervor brächte, ist das bei den Jubilees etwas anderes. Da muss eine richtige Party her, mit authentischen Klamotten, amerikanischem Essen, selbstgebastelter USA-Fahne, einer riesigen Diashow und dem, was wir bei Wolfgang I. zuhause unter "Kültürbütrüge" im Computer speichern.

Ein paar besonders Wahnsinnige, namentlich Annett II., Ulla und ("Papa") Gerhard II., haben sich zunächst einmal bereit erklärt, den Berg von siebentausend Fotos - und das waren nur die digitalisierten - zu sichten. Warum sie das gemacht haben, bleibt ihr Geheimnis, aber was wirklich verwundert, ist, dass sie alle nach dieser Aktion immer noch verheiratet sind und auch ihre Kinder offenbar keine nachhaltigen Schäden davon getragen habe. Es steht zu vermuten, dass um die Auswahl des besten Bildes der Niagara Falls gewürfelt werden musste. ("Mama") Anke II. hat sich zuhause bei ("Papa") Gerhard's offensichtlich kreativ und nicht immer zum allgemeinen Fortschritt der Ereignisse eingebracht, so hörte man es verlauten. Wie Wolfgang II. es ausgehalten hat, wenn die Truppe sich bei Römers zu Hause traf, kann man nur vermuten. Jedenfalls ist daraus eine musikalisch untermalte Diashow entstanden, die uns geschlagene neunzig Minuten (netto) in Spannung hielt. Wo sie all die Songs her bekommen haben - tja, auch da wollen wir lieber nicht nachfragen. Ein paar heimliche Griffe unter die Ladentische werden schon dabei gewesen sein.

Die Party sollte also um siebzehn Uhr beginnen, die Vorbereitung um sechzehn Uhr. Der Konjunktiv impliziert natürlich schon die Fakten: Weder der eine noch der andere Zeitpunkt wurde eingehalten. Ich hatte mich mit lieber Not von meiner spannenden jugendstrafrechtlichen Pflichtlektüre losreißen können und mich bemüht, mit Wolfgang I. und allen Utensilien - Bettlaken, Sicherheitsnadeln, hohe Schuhe, flache Schuhe, Jeans, Sternenkrone, Wiener Würstchen, Gitarre, Galakostüm, Bear Mountain Song Text, Schminke, Gummitierchen, Hut, Karohemd, CDs, Anzug für Wolfgang, "New York"-Noten, Tabletten, etc. - pünktlich um sechzehn Uhr dort oben zu sein.

Naja, bis kurz vor fünf hatten wir es dann tatsächlich geschafft, wenigstens die kritischen Teile des Programms einigermaßen zu üben. Dass meine Hacken ständig an den Teppichflusen hängen blieben, blieb mein bis dato größtes Problem, wahrscheinlich war es nur mit situativer Gewalt gegen den Teppich zu lösen. Wir würden ja sehen. Bei den Bettlaken half mir Ulla, alle Stoffbahnen zu verstöpseln, so dass ich am Ende vor grauen Laken und Sicherheitsnadeln nur so strotzte. Durch die Metalldetektoren auf dem Weg zum schlechten Original meiner Freiheitsstatuenkopie - ich war natürlich viiiiel schöner - wäre ich mit Sicherheit nicht gekommen - einschlägige Erfahrungen hatte ich da ja schon. Die nächste Stunde war ich eigentlich nur damit beschäftigt, mir Taktiken zu überlegen, wie ich mit der Sternenkrone schadlos durch die Türrahmen kam, und dass ich bei vertraulichen Unterhaltungen mit anderen Mitgliedern des Vorbereitungstrupps diesen nicht die Augen ausstach.

Meine Taktik konditionaler Programmierung der ankommenden Chormitglieder ging fast immer auf. Auch wenn Ullas und Wolfgangs Tochter Maria mein Kostüm halbierte, indem sie mit Fackel und Sternenkrone durch die Büsche sprang, während mir nur der graue, improvisierte Kittel blieb, gelang es doch den meisten Mitgliedern zu antizipieren, dass ich eine - zugegebenermaßen etwas üppige - Kopie der Statue of Liberty darstellte. Allein Elrun riss mich mit ihrer Deutung, ich sei wohl das Sternenkind (ha ha), ein bisschen von den Socken. Meine Türstehernummer geriet leider etwas aus der Rolle, weil die Hälfte der Beteiligten sich bis zu einer Stunde verspätete, darunter Norbert, der - auch das ist nichts wirklich Neues - das Aufnahmemikrofon in Isserstedt hatte liegen lassen, weshalb er und Wolfgang (I.) sich noch einmal unerlaubt von der Truppe entfernen mussten. Annett I. tauchte gleich gar nicht auf, was Ulla in Schrecken versetzte, denn immerhin sollte Annett an der sukzessiven Lesung beteiligt sein. Nun ja.

Eine andere Wahnsinnige war Ricky, also Yvonne I., die sich über mehrere Wochen einzig und allein damit beschäftigt hatte, Geschichten zu schreiben und diese zu einem großen Ganzen zusammen zu fügen (auch ihre Kinder sahen am Samstag noch erstaunlich normal aus). Da auch Ricky ein extrem sozial programmiertes Mitglied unserer chorischen Gemeinschaft ist, fühlte sie sich veranlasst, einige andere zum Mitschreiben zu verdonnern. So haben letzten Endes auch Birgit, "Papa" Gerhard, Annett I., Ulla, Rickys Tochter Dani, Katja und meine Wenigkeit zur textlichen Erschließung der Fahrt beigetragen, und das nicht zu knapp. Schon nach den ersten zehn Fotos aus der von Gerhards Zeigefinger gelenkten, power-pointiert-gebeamten Diashow durfte Birgit aufstehen und uns humoristisch-replizierend ins Gedächtnis zurück rufen, wie furchtbar unkollegial wir uns am Flughafen in Boston von ihr entfernt hatten. Schon war das schlechte Gewissen von damals wieder da, als wären die Gehirne noch auf sechs Stunden rückwärts programmiert. Hatte ich schon erzählt, dass wir zu zweit (wer in aller Welt war da eigentlich mit mir gefahren???) in einem der leeren Shuttle-Busse mit einem ziemlich eigenartigen Fahrer zurück zum Flughafen gegurkt waren, dort vergeblich nach Birgit und Carsten und wie sie alle hießen, gesucht hatten, und dass dieser komische Fahrer trotz Wartebefehls uns einfach dort hatte stehen lassen? Nein, hatte ich nicht? Dann eben jetzt. Ein anderes Shuttle nahm uns wieder mit, und so hatten wir ohne Pässe und ohne Ahnung, was wir eigentlich wollten, unser erstes Tour-Abenteuer hinter uns, noch bevor wir das gelobte Land eigentlich betreten hatten... - Aber zurück zur Party.

Der nächste Stand Up gehörte Beate, die sich körperlich und stimmlich mit gewaltiger Aktion über die Fahrt nach Nashua erheiterte. Die Grenzen erlaubter Satire hat Beate immer im Blick gehabt, sie bewegte sich zumindest mit gewisser Toleranz drum herum, während sie Walter und Hilde, Harald und Anneliese ganz schön durch den Kakao zog. Na ja, wir sollten im Verlauf der Party noch sehen, dass auch die anderen Fahrer der Tour nicht verschont wurden. Wer Ricky's Tour-Tagebuch liest, könnte glatt auf die Idee kommen, es mit einem Haufen kompletter verkehrstechnischer Idioten zu tun gehabt zu haben: unfähige Navigatoren (Elrun, Karen und meine Wenigkeit), Mitfahrer, die sich jeder Abfahrtszeitbestimmung verweigerten (Norbert und das "FrauendiekeinenOrientierungssinnhaben"-Gespann aus Ricky, Dani und Elrun), Leute, die sich beim Zusammenstoß mit der Heckklappe die Augenfarbe verschönern ließen ("Papa" Gerhard), Vergesser, die die Hälfte ihres Gepäcks im kanadischen Grenzland liegen ließen (Wolfgang I.), Fahrer, die zackig auf Schnellstraßen wendeten (Klaus) oder leicht genervt die Großstadt durchquerten (Stefan II.). Unser schildbürgerlicher Wagemut hat uns ja immerhin wieder heil nach Hause gebracht.

Ich weiß gar nicht, wer als nächstes dran war; jedenfalls zuckten die power-pointierten Bilder der GAU (Gerhard-Annett-Ulla) oder BAK (Bilder-Auswahl-Kommission) im Zehnsekundentakt an uns vorüber. Währenddessen versuchte ich, im Türrahmen stehend, mir nicht ständig den Hals zu verknacksen, weil sich beim leisesten Kopfdrehen meine Sternenkrone verweigerte und im Türrahmen hängen blieb, was Martin zu stürmischer Begeisterung veranlasste. Warum ich mir dieses "Gehucke" (so würde man bei uns zuhause sagen) immer wieder antue, weiß ich nicht - es muss schon ein gewisser Selbstzerstörungstrieb dahinter stecken, gepaart mit der unstillbaren Sucht, sich vor weniger wahnsinnigen Chormitgliedern zum Obst zu machen. Diese letztere Eigenschaft teile ich ja mit einer Reihe der Mannschaft, und vor allem mein Sextett hat dies in den vergangenen Monaten schmerzlich erfahren müssen. Aber dazu später...

So referierten im Fluss der Bilder Ulla (als Ulla und als Annett I.), Dani, Ricky und Gerhard über ihre Erlebnisse mit Frau Nolen, über Eishockey und sich kloppende Ami's, über das Eindringen in militärisches Sperrgebiet (ich sag's doch: verkehrstechnisch ein totaler Narrenstall), und über die wundersame Entstehung des bunten Auges von "Papa" Gerhard, dem vom "Verwöhnaroma" seines Minivans betörten, "ökologisch eingestellten Gegner des überhandnehmenden Individualverkehrs". Dann waren Katja und ich dran, den Bear Mountain Song zu präsentieren. Zwischenzeitlich hatte ich nach derben Kopfnüssen meiner Sternenkrone entsagt und sie an Maria abgegeben, die sie nun als Stachelhalsband stolz zur Schau trug (ich glaube, Ulla und Wolfgang sollten künftig ein Auge auf sie haben....). Trotz Zivilbekleidung kam der Song gut an. Wir hatten ihn auf das halbe Tempo gestutzt, um im Gewirr der Silben nicht all unsere Zähne auszuspucken, und es gelang mir heute zum ersten Mal, "der Schturm tobt schwer" zu singen, und nicht der "Turm schtobt schwer", wenngleich ich vor Jubel darüber die nächste Liedzeile unerlaubt Katja (Käi-äi-ti-dschäi-äi) allein überließ, die mich denn auch hilfesuchend anstarrte, während ihr Silberstimmchen ganz alleine und textgetreu weitermachte.

Im Anschluss kam der große Stress, ausgelöst durch die schnelle zeitliche Abfolge der von mir/uns kültürbütrügerisch verhunzten Teile der Tournee. Zunächst der Squaredance. Niemand, der nicht dabei war, kann sich ausmalen, wie galaktisch die Proben dafür in Römers Wohnzimmer waren. Wären wir (Katja, Ricky, Wolfgang I. und ich) nicht auf dem Stadtrodaer Strohfest gewesen, wäre das alles nicht passiert. Aber dort tanzte eine Squaredance-Gruppe. Es ist nun nicht so, dass wir in USA jemals square gedanct hätten, eigentlich haben wir von Cowboys und dergleichen überhaupt nichts zu sehen bekommen. Aber da sich der Chormeute mit ein wenig gesundem Selbstbewusstsein ja so einiges suggerieren lässt, wurde der Squaredance zum Bestandteil des Programms erhoben. Entsprechend hektisch ging es zu, als wir versuchten, zwischen Römers' Skatturnieren, Wolfgangs (I.) dreimal wöchentlichen Chorproben, meiner Lernerei, Saschas Kampf mit einem Rasenhäcksler und Katjas menschenfeindlichen Kaufland-Arbeitszeiten einen Termin für unser Hüpfdohlenprogramm zu finden. Dann kam hinzu, dass wir zwar Squaredance machen wollten, aber eigentlich keine Ahnung hatten, was das ist und wie es geht. Wolfgang (I.) hatte sich zwar eine DVD per Internet bestellt, aber die kam nicht. Ulla hatte wenigstens Musik. Die englischsprachige schriftliche Anleitung stellte selbst Abi-Leistungskursler wie mich vor ungeahnte Probleme, bald lag sie im Papierkorb. In kreativer, gruppendynamischer Entwicklungsarbeit, der sich die Männer bockig verweigerten, entstanden Schrittkombinationen, die mit Squaredance nur entfernt zu tun hatten, aber trotzdem geil aussahen. Jedenfalls verbrannten wir endlos Kalorien, die wir jedes Mal an Römer's ultravollem Abendbrotstisch wieder einfuhren. Wolfgang (I.) schied schon am ersten Abend als Tänzer aus, weil seine Fußgelenke der extremen Belastung nicht standhielten. Seiner neuen Rolle als Rufer hat er sich mit beharrlicher Ignoranz verweigert. Deshalb musste Wolfgang (II.) mit ureigenen Volkstanzschuhen einspringen, dem man nun in mühsamer Kleinarbeit beibringen musste, warum rechts rechts ist und links links, und dass es "eins zwei guten Tag" hieß und nicht "Tag guten eins zwei". Niemals werden wir die göttliche Ulla vergessen, die nach jedem Abebben der Musik Kommentare wie "Wolfgang, da hier hast du was falsch gemacht", "Wolfgang, du bist schon wieder linksrum gelaufen" oder "Wolfgang, du musst hier näher rankommen, sonst renk' ich mir den Arm aus" losließ. Langes Gefasel, kurzer Sinn: Der Squaredance im Partyrummel entpuppte sich als Renner. Wolfgang (II.) lief (meistens) in die richtige Richtung, und meine Schuhe emanzipierten sich am Ende sogar von den Teppichflusen. Katjas Hut hielt den Fliehkräften stand, und Sascha hielt sie aufrecht, wenn sie zu kippen drohte.

Nach diesem Fetz hieß es gleich wieder umziehen und in die nächste Sause einsteigen. Diesmal war das Sextett dran. Monatelang hatten wir eine retrospektive, eigens arrangierte Show-Version von "New York, New York" einstudiert. Anhand von Hildes Grafikkalender fanden wir heraus, dass wir in Kleidern der zwanziger Jahre besonders albern aussahen. Hildes unermesslicher Fundus von Hüten, Mützen und Ketten, sowie Rickys Federbeutel gaben uns den Rest. Endloses Gequieke in den Proben hatte am Schluss doch zu einer akzeptablen Nummer geführt. Eins zwei tscha tscha tscha, außerdem diverse Drehungen, nach denen wir uns immer wieder frontal vor den rauhfasergetünchten Wänden von Rickys Neubauwohnung wieder-fanden, Gruppenfiguren mit Hinknien und Hinlegen, bei denen mein Ziel immer war, meine Sachen nicht zu zerreißen, und die bange Frage, ob Katja ihren langen Fummel schnell genug hoch übers Knie ziehen würde, waren die zentralen Komplexe dieser Probenarbeit. Schon die Proben selbst waren filmreif und wurden mit großer Geduld von Jonas und Dani Heidler in Ricky's Digicam gebannt. Wolfgang (I.) sah ein bisschen aus wie Uncle Sam, als er uns ankündigte, und er stand auch so da, wohl um den Zylinder nicht zu verlieren, der für seinen wohlriechenden, frisch rasierten Schädel durchaus zwei Nummern größer hätte sein können. Naja, bei der Aufführung löste sich meine Kostümierung in Wohlgefallen auf. Zuerst verflüchtigte sich das Tuch, das mir Hilde um die Mütze geschlungen hatte, und hing mir im Gesicht herum, bekam deshalb einige Spritzer von Katjas Domina-Lipgloss ab und klebte dann an meiner Wange, bis Katja und Ricky mich mitten im Lied befreiten. Meine Federn flogen irgendwo zwischen den Füßen der Zuhörer umher. Mein Schal baumelte irgendwann bis auf die Fußrücken herunter. Sonst ging aber alles ziemlich glatt, und wie immer - die Massen tobten. Ricky hatte sich angewöhnt, immer dort, wo sie nicht gleich die Richtung wusste, erst mal stehen zu bleiben und zu gucken, was der Rest machte, um dann grinsend nachzuziehen und so zu tun, als wäre das alles so geplant. Zugaben gab's keine, das Programm war eh zu voll.

Nach Birgits Abgesang auf ihr verlorenes Ticket machte sich im Abspann doch etwas Wehmut breit. Jeder wurde noch einmal mit seinen albernsten USA-Fotos konfrontiert, und währenddessen ruckelte Ulla nervös auf ihrem Stuhl hin und her, weil Carsten und Andreas noch nicht zurück waren. Die beiden hatten nämlich nichts besseres zu tun, als die unvergleichliche USA-Party für einen kurzen Auftritt von So La La zu unterbrechen. Was für eine Glanzleistung. Weil Zeitpläne ja da sind, um sie nicht einzuhalten, und weil selbst unsere Star-Tenöre nicht an zwei Orten zugleich sein können, kamen sie auch erst viel zu spät zurück; da hatten wir Hankas short-composed "Danke an einfach alle" schon aufgeführt, das eigentlich das totale, aber wirklich endgültige, ohne Fortsetzung gedachte, absolut abschließende Ende der Show hätte sein sollen. So ging es danach doch noch weiter, als Carsten und Andreas irgendwann gegen halb zehn wieder aufschlugen. Der Song war geklaut, das kennen wir ja von mir, der Text dafür original von Carsten, und nun wissen wir, dass Andreas auch ohne Probleme zweiten Tenor singen kann, was für erste Tenöre schon ein starkes Stück ist. Wir hoben ungefähr zwanzigmal die Hand, weil Carsten es so wollte - das hatte unweigerlich Modellcharakter für seine kommenden Dirigate. Danach versetzte Carsten Katja und mich noch in Panik mit der Idee, unsere Heimreise vom Boston-Celtics-Spiel im Zug nachzustellen. Wir kriegten einen bleistiftgekritzelten Textzettel DIN A7, und im Keller versuchten wir, in null komma nix irgend etwas Tragbares zurecht zu basteln. Nun ja, der Erfolg dieses Werkes ist gewiss ambivalenter Beurteilung zugänglich. Am coolsten fand ich die Stand Up Comedy von Sascha und Klaus, die - wie schon damals - schweigend und wippend neben uns Singenden saßen und grinsten.

Nach dem Ende des Programms ging es dann irgendwie bergab, na ja, irgendwie waren wohl alle von der schieren Masse der Impressionen beeindruckt. Filmisch wurde für die Rochester-Gemeinde noch "Climbing up the mountain" in Hankas Videokamera gepresst, und Birgit machte im Keller noch eine Ansage in akzentfreiem Englisch. Die Reste des Essens - eigentlich bestand fast das gesamte Buffet aus Kuchen - wurden vertilgt, und die ersten trollten sich heimwärts. Wir rafften unsere Siebenhundertsachen zusammen und verschwanden dank Marcus' offiziell nüchterner Lenkung sicher gen Sankt-Jakob-Straße.

Nur Wolfgangs Hut hat sich bis dato nicht wieder eingefunden. Sollte ihn irgendjemand auftreiben - bitte melden - der Mann friert an die Ohren.

Ach ja. Nächste Woche beginnen dann die Proben für die Weihnachtsfeier. Bitte pünktlich sein!

Yvonne II

 

Da muss ich aber jetzt mal ernsthaft kritisieren, das kann so nicht stehenbleiben!!!
Nämlich: Der Hut geht doch nicht bis über die Ohren (das würde vielleicht aussehen ...)!!
Ich korrigiere also wie folgt: Ich friere nicht an die Ohren, sondern an die Haare!
Alles andere oben gesagte finde ich allerdings voll in Ordnung.

Wolfgang I

 

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